Vorteile von alternativen Jobtiteln in Stellenanzeigen

Wie die richtig gewählten Synonyme zu mehr Sichtbarkeit und Bewerbungen führen

In diesem Beitrag erfährst du, warum du alternative Jobtitel verwenden solltest, wie du die passenden Synonyme und ähnliche Begriffe findest und wie du die Auswahl der richtigen Begriffe triffst.

Warum sollte man alternative Jobtitel überhaupt verwenden? Ganz einfach: Sie sorgen für größere Sichtbarkeit und damit bekommst du auch mehr Bewerbungen auf deine Stellen. Warum genau ist das so? Analog zum Onlinemarketing kannst du auch die Auffindbarkeit deiner Jobs durch Suchmaschinenoptimierung verbessern. Kandidaten nutzen nämlich bestimmte Suchbegriffe, genannt Keywords, bei ihrer Jobsuche in Suchmaschinen oder auch auf Online Jobbörsen. Und diese Keywords oder alternative Jobtitel gilt es sinnvoll zu bestimmen und zu nutzen. 

Inhalte dieser Folge:

  • Jobsuche findet vor allem online statt 
  • Vorteile von alternativen Jobtiteln: Mehr Bewerbungen durch mehr Keywords und Sichtbarkeit
  • Wie du alternative Stellentitel und Synonyme findest 
  • So wählst du die richtigen Begriffe für alternative Jobtitel aus
Wenn Sie den Podcast "#008 Alternative Jobtitel für Stellenanzeigen finden" hören wollen, klicken Sie auf den Button "Inhalt laden".

Wusstest du beispielsweise, dass 2019 die meisten Kandidaten ihre Jobsuche online durchgeführt haben und damit sind wir genau beim richtigen Thema. Denn auch das Sichtbarmachen von Stellenanzeigen ist eigentlich nichts anderes als Onlinemarketing, sprich mit den richtigen Suchbegriffen sichtbar zu werden.

Dazu gibt’s natürlich auch wieder eine Studie, und zwar „Recruiting Trends 2020“ (Themen Spezial Social Recruiting und Active Sourcing) der Uni Bamberg, Uni Erlangen, Nürnberg und Monster Worldwide. Und die kam zu folgenden Ergebnissen:
Die Frage, die diese Studie beantwortet, lautet: Wie suchen Bewerbende am liebsten? Mit Online Stellenbörsen suchen am liebsten 55 Prozent der Befragten, gefolgt von Karrierenetzwerken mit 32 Prozent, 31 Prozent suchen am liebsten mit Suchmaschinen und 28 Prozent suchen am liebsten auf Unternehmenswebsites. Spannend dabei: Die Suche nach einem neuen Job in Printanzeigen belegt nur Platz 10. 

Daraus lässt sich auf jeden Fall folgendes ableiten: Die meisten Jobsuchenden beginnen online mit der Suche und deswegen sollte es doch allen Kandidaten so einfach wie möglich gemacht werden, deine Anzeige zu finden und da sind eben die Keywords der Vorteil.

Was die Studie auch zeigt, ist, dass die am häufigsten genutzten Kanäle ein Suchfeld anbieten, indem der Suchende / die Suchende direkt Begriffe eingeben kann, um die richtigen Treffer zu erzielen. Verwendest du jetzt in deinem Jobtitel besonders häufig genutzte Begriffe, so taucht auch deine Stellenanzeige häufiger als Ergebnis auf. Das bedeutet, du erreichst einfach mehr Sichtbarkeit bei den Jobsuchenden.

Wie du alternative Stellentitel und Synonyme findest 

Wenden wir uns als zweites Thema einem Beispiel zu, wie du auf alternative Begriffe kommst. Wir zeigen dir das Ganze am Beispiel eines Schreiners. Beginne damit, dich in die Lage eines Bewerbers zu versetzen: Wie würde er oder sie nach einer Stelle suchen? Welche Suchbegriffe würde diese Person eingeben? Gibt es vielleicht auch Synonyme für diesen Job? Gibt es alternative Bezeichnungen? 

Beim Schreiner könnte das vielleicht „Tischler“ sein. Doch wie erfahre ich denn genau, welcher Begriff gängiger ist und auf welchen ich mich somit fokussieren sollte? Um das abschätzen zu können, verwenden wir zu einer groben Übersicht Google Trends. Im Süden von Deutschland wird beispielsweise der Beruf eher als Schreiner bezeichnet. Im Norden dagegen ist der Begriff Tischler gängiger. Bei Google Trends geben wir also beide Begriffe ein und sehen dann einen zeitlichen Verlauf der Suchanfragen sowie die Verteilung innerhalb von Deutschland

Wenn wir jetzt deine Stellenanzeige optimieren für einen Schreiner im Süden von Deutschland, dann schränken wir genau dieses Gebiet auch mit Google Trends ein und schauen, was hier gängiger ist. Wir finden dabei raus: Im Norden ist der Begriff Tischler gängiger und im Süden eher Schreiner. Das ist natürlich sehr gut zu wissen. Wenn wir genug Platz haben, geben wir aber Tischler als alternativen Begriff ein, einfach um mehr potenzielle Kandidaten zu erreichen. 

Des Weiteren überlegen wir uns, ob wir einen bestimmten Ausbildungsgrad für diese Stelle benötigen, z.B. einen Schreinergesellen oder doch lieber einen Meister? Für unser Beispiel ist die Ausbildung irrelevant. Deshalb suchen wir allgemein nach einem Schreiner. Daraus folgt dann die Bezeichnung Schreiner/in, Tischler/in. Der Titel sollte dann natürlich noch durch weitere Attribute ergänzt werden, wie wir auch in der Podcastfolge “Den perfekten Jobtitel finden” darlegen. Der Titel animiert natürlich die Bewerber, zu klicken. Daher gilt: Je mehr relevante Informationen im Titel stecken, desto häufiger klicken Bewerbende.

Die Auswahl der richtigen Begriffe für den Stellentitel 

Wenden wir uns jetzt dem dritten Thema zu. Wie wähle ich denn die richtigen Begriffe, die richtigen Synonyme aus? Wir zeigen dir hier, wie du die Häufigkeit und Relevanz verschiedener Begriffe miteinander vergleichst.
Dafür benutzen wir
Google Trends, um zu sehen, nach welchem Begriff häufiger gesucht wird. Leider zeigt Google hier die allgemeinen Suchanfragen an. Also auch die, die nicht mit einem Job bzw. einer Jobsuche zu tun haben. Und deswegen nutzen wir Google Trends nur als Anhaltspunkt für die weitere Auswahl. Die häufigsten Begriffe suchen wir dann bei gängigen Portalen wie z.B. Indeed, Stepstone, Monster oder auch Google for Jobs.

Dazu geben wir einfach den Begriff in das Suchfeld ein und wir schauen uns die Stellentitel der Konkurrenz an. Wir schauen beispielsweise, welche Begriffe besonders häufig verwendet werden. Tauchen vielleicht Begriffe auf, die wir bisher gar nicht gefunden haben? Die meistbenutzten Begriffe findest du mittels des Suchvolumens heraus, also der Anzahl der Ergebnisse. Nutze somit die zwei häufigsten Begriffe als Titel in deiner Stellenanzeige.
Der “Schreiner” weist jetzt sowohl in Google Trends als auch bei den Jobbörsen das höhere Suchvolumen auf, aber wir nutzen trotzdem beide Bezeichnungen, also auch den “Tischler” im Titel unserer Stellenanzeige, um die Sichtbarkeit noch weiter zu steigern.

Die wichtigsten Learnings dieser Folge

  • Alternative Jobtitel steigern auf jeden Fall die Sichtbarkeit deiner Anzeigen in Suchmaschinen und Jobbörsen. 
  • Versetze dich für die Formulierung in die Bewerber hinein, um Synonyme oder ähnliche Begriffe zu finden. 
  • Nutze für deinen Stellentitel die wichtigsten zwei Begriffe, die du mit Google Trends und mit den Jobbörsen herausfinden kannst.

Das war’s auch schon wieder mit dieser Episode. Ich hoffe, du konntest was für dich mitnehmen. Ich freue mich, wenn du das nächste Mal reinhörst, wenn es wieder heißt: “Wertvolle Unternehmen finden wertvolle Mitarbeitende”.

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